Woofer
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Als ich das erste Mal mit ihr schlief, war es wie ein Meteoriteneinschlag. Sie riß mich aus der Lethargie, in der ich mich befand, seit meine Freundin mich verlassen hatte. Oder ich sie? Nicht einmal das war eindeutig gewesen.
Diese Nacht jedoch war es, in der ich mit ihr nach Hause ging, in der sie mich mitnahm und mir dann einen Kaffee anbot, als wir bei ihr waren.
Ein Kaffee, dachte ich noch, wie merkwürdig. Als ob nicht schon klar gewesen wäre, weshalb wir uns getroffen hatten – weshalb wir hier waren.
„Ja, gern“, nickte ich, und sie ging in die Küchenecke, die vom Wohnzimmer abgeteilt war. Ich hörte eine Maschine die Bohnen mahlen, dann strömte der wunderbare Duft von Kaffee durch die Luft zu mir.
Sie drehte sich um und schaute mich an. „Du lächelst so selbstvergessen“, sagte sie. „Ist irgendwas?“ Dabei lächelte sie ebenfalls.
Ich schüttelte langsam den Kopf. „Nein, nichts. Ich liebe Kaffeeduft.“
Ihre Mundwinkel hoben sich noch mehr, sie schien meine Antwort belustigend zu finden. „Ich auch“, sagte sie. „Es gibt nichts Schöneres am Morgen.“
„Am schönsten ist es allerdings dann, wenn man den Kaffee ans Bett gebracht bekommt“, erwiderte ich immer noch lächelnd.
Sie drehte sich kurz um, und als sie sich mir wieder zuwandte, hielt sie zwei Kaffeetassen in den Händen. „Wir können sofort ins Bett gehen“, sagte sie. „Dann kann ich dir den Kaffee auch gleich dorthin bringen.“
Ich mußte schlucken. Das war doch sehr direkt. Und wenn wir auch beide wußten, was unser Ziel an diesem Abend war, in dieser Nacht, so hatte ich mir doch ein wenig mehr Romantik erhofft. „Sicher.“ Ich nickte. „Warum nicht?“
Sie kam mit den beiden Kaffeetassen auf mich zu, ging an mir vorbei. „Folgen Sie mir unauffällig“, sagte sie.
Sie ging durch eine Tür, und als ich ihr folgte, stand ich sofort im Schlafzimmer, das Bett direkt vor mir. Die Wohnung war nur klein und die Zimmer dementsprechend knapp bemessen.
Sie setzte eine der Kaffeetassen gerade auf dem von mir aus gesehen linken Nachttisch ab, dann glitt sie aufs Bett und lehnte sich zum anderen Nachttisch hinüber, auf dem sie die zweite Kaffeetasse abstellte. Danach blieb sie quer über dem Bett liegen und blickte zu mir auf. „Doch kein Kaffee?“ fragte sie.
Ich wußte, daß sie eigentlich gefragt hatte: „Doch kein Sex?“, und darauf gab ich Antwort. „So leicht wirst du mich nicht los“, entgegnete ich lächelnd.
„Das hatte ich gehofft“, sagte sie. Sie streckte sich noch mehr und fing meine Augen ein. „Komm“, flüsterte sie.
Wie an unsichtbaren Fäden gezogen ging ich auf sie zu, ohne ihre Augen loszulassen, ließ mich neben ihr auf das mit schwarzem Satin bezogene Bett gleiten, streckte mich aus, bis ich genau vor ihr lag, Auge in Auge, Brust an Brust.
Sie hob eine Hand und strich sanft über mein Gesicht. „Du hast wunderschöne Augen“, wisperte sie. „Die haben mich gleich angezogen.“
Obwohl es nicht die erste Berührung an diesem Abend war, fing ich leicht an zu zittern. „Deine auch.“ Ich schluckte. „Sie strahlen.“ Ich versank in den glitzernden Sternen, die als kleine Sprenkel das Grün ihrer Augen unterbrachen.
Sie lachte leicht. „Das ist nur das Make-up“, sagte sie.
Ich hob nun endlich auch die Hand und strich über ihre Wange. „Das glaube ich nicht“, sagte ich leise. „Sie strahlen von innen heraus.“
Ihre Mundwinkel zuckten. „Du bist eine Romantikerin“, sagte sie.
„Schuldig.“ Ich schmunzelte.
„Ich hoffe, du verzeihst mir, wenn ich nicht ganz so romantisch bin.“ Sie atmete tief durch. „Ich will dich schon den ganzen Abend, und ich kann mich kaum noch beherrschen.“ Sie drehte mich auf den Rücken und schob sich auf mich. Ihre Hand glitt an meinem Schenkel hinab und dann zurück zu meinem Hosenbund. Sie öffnete den Knopf.
Mein Herz klopfte bis zum Hals, fast schien es BH und Bluse zu sprengen, meine Brustwarzen stießen gegen den festen Stoff, wollten hinaus.
Ihre Hand zog meinen Reißverschluß an der Hose herunter und glitt in meinen Slip. Ich zuckte zusammen und zog scharf die Luft ein, als sie meine Leiste berührte.
„Ich weiß, daß du naß bist“, flüsterte sie mit ihren Lippen an meinem Ohr. „Ich will, daß du jetzt sofort kommst, ich will, daß du schreist. Tust du das für mich?“
Ich schluckte hart. War das alles? Sie küßte mich nicht, berührte meine Brüste nicht, die sehnsuchtsvoll brannten, wollte nur, daß ich kam? Und dann vielleicht sofort wieder ging? Unsere Vorstellungen von Romantik waren in der Tat sehr verschieden.
„Ja“, flüsterte ich trotzdem. Ich konnte kaum noch atmen. Auch meine Erregung war an einem Punkt, der kein Zurück mehr zuließ.
Ihre Finger glitten tiefer, teilten meine Schamlippen leicht, nahmen Feuchtigkeit mit und suchten etwas weiter oben den Kitzler. Sie seufzte zufrieden auf, als sie fühlte, wie hart und groß er war. Schnell glitt ihr Finger darüber, schnell und immer schneller.
Ich zuckte hoch, ihrer Hand entgegen, ich konnte mich nicht dagegen wehren, daß mich Gefühle überschwemmten, die alles andere vergessen ließen. Es schien mir, als dauerte es kaum eine Minute, da verkrampfte sich mein Unterleib, und ich schrie. Auch wenn sie mich nicht dazu aufgefordert hätte, hätte ich es getan. Ich konnte einfach nicht anders.
Als ich die Augen wieder aufschlug, schaute sie lächelnd von oben auf mich hinunter. „Schön“, sagte sie.
Sie schob ihr Kleid hoch und klemmte sich mein Bein zwischen ihre Schenkel, begann sich zu bewegen, ihr Blick verschleierte sich immer mehr, je schneller sie wurde, dann kam sie mit einem leisen Seufzen und sank auf mich hinab. Einen Schrei gönnte sie mir nicht.
Immer noch waren wir beide vollständig angezogen. Das war wirklich schneller Sex ohne Umstände.
Ihre Haare kitzelten meine Nase, und ich schob sie vorsichtig beiseite. „Kaffee?“ fragte ich.
Sie lachte an meinem Ohr. „Ehrlich gesagt“, sie atmete tief durch, ihr Atem war noch nicht ganz gleichmäßig, „ist das für mich wie die Zigarette danach ... da ich nicht rauche.“
Ich mußte ebenfalls lachen. „Das ist bei mir genauso. Kaffee danach ist was Wunderbares.“
Sie rollte sich von mir herunter. „Dann trinken wir jetzt unseren, bevor er ganz kalt wird. Was hältst du davon?“
„Viel“, sagte ich.
Wir schoben uns beide mit dem Rücken ans Kopfteil, saßen nebeneinander und griffen nach unseren Tassen. Wir tranken daraus, dann schaute ich sie an. „Weißt du, daß ich noch nie vollständig angezogen mit einer Frau im Bett gelegen habe?“
Sie trank ihren Kaffee aus und stellte die Tasse weg. „Das bleibt nicht lange so“, sagte sie, griff an meine Brust und begann meine Bluse aufzuknöpfen.
Und am nächsten Morgen brachte sie mir – mittlerweile nackt, ebenso wie ich – tatsächlich einen Kaffee ans Bett.




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boa_muenchen
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